11. Panzergrenadierdivision · Luftlandebrigade 27 · Wildeshausen · 1961–1970
FschJg
Btl 313
Fallschirmjägerbataillon 313
Die historische Keimzelle der Wittekind-Kaserne — das erste Fallschirmjägerbataillon des Standortes, das den Grundstein für über vier Jahrzehnte Luftlandegeschichte legte.
1961
Aufstellung
1970
Umbenennung
11. PzGrenDiv
Unterstellung
Caylus
Erste Übung
Auftrag & Taktische Rolle
Das FschJgBtl 313 führte klassische Luftlandeoperationen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung durch. Kernauftrag war die Einnahme und Sicherung von Schlüsselgelände und strategischen Objekten nach einer Fallschirmjäger-Luftlandung oder Luftanlandung.
Als historische Keimzelle der Wittekind-Kaserne (aufgestellt 1961) legte dieses Bataillon unter Oberstleutnant Straehler-Pohl den Grundstein für die reiche Luftlandegeschichte des Standorts Wildeshausen.
Die Soldaten waren spezialisiert auf den infanteristischen Kampf in schwierigem Gelände, Waldkampf sowie Orts- und Häuserkampf bei Tag und Nacht — Fähigkeiten, die in den frühen Jahren der Bundeswehr-Luftlandetruppe erst erprobt und etabliert wurden.
Geschichte
23. Juni 1961
Feierliche Übergabe der Wittekind-Kaserne. Das Fallschirmjägerbataillon 313 wird unter Oberstleutnant Straehler-Pohl aufgestellt und der 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg unterstellt.
1962
Katastrophenhilfe bei der schweren Sturmflut an der Nordseeküste. Hauptmann Boldt gründet die erste Freifallgruppe des Standortes.
1963
Teilnahme an der Abschiedsparade für Bundeskanzler Konrad Adenauer in Wunstorf.
1964
Erste sechswöchige Auslands-Gefechtsübung im französischen Caylus — ein Meilenstein für die taktische Erprobung luftbeweglicher Verfahren.
1965
Feierliche Übernahme der neuen Truppenfahne.
1966/67
Große Gefechtsübungen mit britischen Streitkräften und komplexe Sprungeinsätze im bayerischen Schongau. Im Oktober 1966 beginnt GenLt Hans-Otto Budde seine Offiziersausbildung im Bataillon. Oberleutnant Erich Lepkowski stellt einen Rekord im Nacht-Höhensprung aus über 8.000 Metern auf.
1970
Unterstellung unter die Luftlandebrigade 27 und Umbenennung in Fallschirmjägerbataillon 272. Ende der Ära FschJgBtl 313.
Ausrüstung
Die Standardausrüstung bestand aus der klassischen Infanteriebewaffnung der frühen Bundeswehr. Leichte Panzerabwehrmittel ergänzten das Arsenal für den infanteristischen Kampf.
Handfeuerwaffen (G3, MG3, P1)
Infanteristische Standardbewaffnung
Leichte Panzerabwehrmittel
Panzerabwehr · Nahbereich
Das Erbe
Das Erbe des
Bataillons
Die Traditionslinie des Namens „313" endete mit der Umbenennung 1970 nicht: Zum 1. Januar 1993 erfolgte im friesischen Varel die Aufstellung eines neuen Fallschirmjägerbataillons 313, das sich in Auslandseinsätzen in Afghanistan bewährte, bevor es 2014 im neuen Fallschirmjägerregiment 31 in Seedorf aufging. Die Wurzeln dieser Traditionslinie liegen in der Wittekind-Kaserne.
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Die militärhistorische Aufarbeitung der Wittekind-Kaserne ist komplex. Trotz größter Sorgfalt können sich bei der Recherche Ungenauigkeiten einschleichen. Hast du genauere Informationen, ergänzende Dokumente oder Fotos zu dieser Einheit? Oder ist dir ein Fehler aufgefallen? Hilf mit, die Geschichte für die Nachwelt zu bewahren.
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